Klinik für Geriatrie
Einweihung der Geriatrie
Dr. Werner Kröger: Rede zur Eröffnung der Geriatrie in Rendsburg am 27.09.2008
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Gäste, Kolleginnen und Kollegen, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Freunde und Verwandte,
mit der heutigen Einweihung der Geriatrie lade ich Sie herzlich ein, mit uns zusammen neue Wege zu gehen.
Bei den geriatrisch zu behandelnden alten Patienten legen wir zu Beginn Therapieziele fest. Diese bestehen darin, Abhängigkeit und Hilfebedarf zu reduzieren, um immer da, wo es möglich ist, eine Entlassung nach Hause und in das gewohnte Umfeld zu ermöglichen.
Je nach Krankheit und Schwere der Betroffenheit gelingt dies nicht immer. Mit allen Beteiligten (Patient, Angehörige, Hausarzt, ambulanter Pflegedienst) wird dann versucht, eine annehmbare Versorgungsform zu finden. Höchste Priorität ist die Erhaltung von Lebensqualität, die unter der Therapie im multiprofessionellen geriatrischen Team fast immer erreicht werden kann.
Seit dem Beginn geriatrisch-stationärer Behandlungen im Jahre 2001 in Rendsburg hat die Zahl der Patienten kontinuierlich zugenommen, weswegen eine Erweiterung dringend notwendig wurde. Wir sind jetzt in der Lage, 34 stationäre Behandlungsplätze vorzuhalten. Aufgrund unserer jahrelangen klinischen Erfahrungen können wir Ihnen wie ich meine – ein gutes Konzept vorstellen. Hiervon dürfen Sie sich im anschließenden Rundgang durch die Klinik überzeugen. Die einzelnen Berufsgruppen stellen sich Ihnen vor und freuen sich auf Ihre Fragen.
Die geriatrische Tagesklinik mit zunächst 12 Behandlungsplätzen ist komplett neu gebaut und damit die eigentliche Erweiterung unserer Versorgungsstruktur, deren Nutzen überwiegend im ambulanten Bereich erkennbar sein dürfte. Als Hausärzte und Hausärztinnen möchten wir Sie hier ein Stück weit entlasten. Wir wissen, dass sich auch Ihre Arbeit unter anderem aufgrund der kurzen Liegedauer im Krankenhaus während der letzten Jahre deutlich verdichtet hat. Wenn es uns gelingt, den chronischen Krankheitszustand alter Menschen nachhaltig zu stabilisieren, reduzieren wir damit Aufwand und Folgekosten während der nächsten 1-2 Jahre. Untersuchungen in Geriatrischen Kliniken haben diese Aussage belegt. Im gesamten medizinischen Versorgungssystem leistet die Geriatrie damit einen Beitrag, mit den uns zur Verfügung stehenden Ressourcen schonend, sparsam und vor allem patientenorientiert umzugehen.
In unserer Geriatrie arbeiten zahlreiche Berufsgruppen in den Fachbereichen Medizin, Pflegediagnostik/-therapie, Physikalische Therapie, Ergotherapie, Logopädie, Neuropsychologie, Orthopädie-Technik, Ernährungsberatung und Seelsorge. Dadurch sind wir ein multiprofessionelles Team.
Die Arbeit am Patienten erfolgt interdisziplinär in engster Zusammenarbeit mit allen Fachkompetenzen der Klinik.
Wir nennen uns Interdisziplinäres Zentrum für Geriatrie und Rehabilitation. Hintergrund dieses Namens ist eine intensive und gelebte Verzahnung zu den Fächern Innere Medizin, Neurologie/Psychiatrie, Orthopädie und Unfallchirurgie. Diese fachübergreifende Zusammenarbeit ist eine Bereicherung für alle Beteiligten. Derartige Modelle könnte ich mir auch in anderen Abteilungen vorstellen.
Ich möchte mich bei allen, die an der Verwirklichung und Gestaltung mitgewirkt haben ganz herzlich bedanken. Mein besonderer Dank gilt meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie meiner Familie, die mich in dieser Zeit hilfreich unterstützt haben.
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v.l.n.r |
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Dr. med. Zita Krasemann
Chefärztin der Klinik
Elke Schneider
Sekretariat
Tel 04331 200-7301
Fax 04331 200-7310
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