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Psychiatrie und Psychosomatik

Spezialambulanz Mutter-Kind

Ansprechpartnerinnen

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Dr. med. Anna Christina Schulz-Du Bois

Dipl.-Päd. Franziska Berndt
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Dipl.-Psych. Tina Krawetzke-Hünker Dipl.-Psych. Bianca Scholz

Einleitung

Psychische Erkrankungen bei Frauen in der Schwangerschaft und nach der Entbindung sind keineswegs selten und können schwere Folgen für die Betroffenen und ihre Kinder haben. Gerade dann können psychische Erkrankungen ausgelöst werden, da die Geburt eines Kindes zwar ein besonders erfreuliches, aber auch ein sehr stressreiches Ereignis ist. Auch die begleitenden körperlichen und hormonellen Veränderungen wirken sehr stark auf die psychische Verfassung.

Oft bemerken die Frauen erst spät, dass eine psychische Erkrankung vorliegt. Die Krankheitssymptome schreiben sie und ihre Familie zunächst den veränderten Lebensumständen durch das Kind zu.

Doch über das übliche Maß hinausgehende Erschöpfung, Ängstlichkeit, Traurigkeit, oder Aggression und Unsicherheit sollten durch einen Facharzt beurteilt und, wenn notwendig, behandelt werden. Denn es kann sich um eine Depression, eine Psychose, oder aber um eine Verschlechterung einer bisherigen Störung handeln.

Babyblues

Der Babyblues nach der Entbindung ist keine Erkrankung. In den ersten Tagen nach der Geburt kommt es zu starken Veränderungen im Hormonhaushalt der Frau. Dies führt bei vielen Frauen zu einer ausgeprägten seelischen Labilität. Es treten Ängste und Unruhe auf. Die Frauen weinen, ohne selbst einen Grund benennen zu können, und oft auch, ohne tatsächlich traurig zu sein.

Hält diese Phase länger als 14 Tage an, besteht die Gefahr, dass sich eine Depression entwickelt.

Postpartale Depression

Eine postpartale Depression kann innerhalb eines Jahres nach der Geburt auftreten. Betroffen sind 10-15 % der Mütter.

Typische Symptome sind starke Erschöpfung, Müdigkeit, traurige Stimmung, Interessen- und Lustlosigkeit, Gereiztheit, sowie Konzentrations-, Appetit- und Schlafstörungen.

Häufig finden sich auch Ängste, Panikattacken, Schuldgefühle und zwiespältige oder aggressive Gefühle dem Kind gegenüber. Oft treten auch Probleme beim Stillen auf. Auch lebensmüde Gedanken sind nicht selten.

Postpartale Psychose

Die postpartale Psychose ist ein sehr schweres und sehr seltenes Krankheitsbild.
Etwa 0,1-0,2 % der Mütter sind davon betroffen. Meist entwickelt sich die Erkrankung in den ersten Wochen nach der Entbindung. Charakteristische Symptome sind starke Ängste und Unruhe, unangemessenes Misstrauen, Verworrenheit bis hin zu Wahnvorstellungen (z.B. eine schlechte Mutter zu sein, das Kind nicht ernähren zu können) und Halluzinationen. Es können auch Antriebs- und Teilnahmslosigkeit auftreten.

Unser Behandlungsangebot

In unserer Spezialambulanz Mutter und Kind behandeln wir Frauen mit psychischen Erkrankungen, die in einem Zusammenhang mit Schwangerschaft und Geburt stehen. In Notsituationen ermöglichen wir auch schnelle Vorstellungstermine. Gerne beziehen wir den Partner und andere Familienmitglieder mit ein.

Behandlungsschritte

  • Diagnostik: ausführliche Anamneseerhebung, psychologische Testverfahren, Ausschluss einer organischen Ursache
  • Psychoedukation: Aufklärung über das Krankheitsbild, Erklärung der Symptome und der Behandlungsmöglichkeiten
  • Therapie: Gesprächstherapie, Pharmakotherapie, Gruppentherapie (Depressionsgruppe, Soziales Kompetenztraining, Müttergruppe, Ergotherapie)
  • Sozialpädagogische Beratung, Unterstützung bei der Organisation von Hilfen im Haushalt und bei der Kinderversorgung
  • Enge Kooperation mit Hebammen, Gynäkologen und Hausärzten

Psychotherapeutische Gruppe für Frauen mit peripartalen psychischen Erkrankungen

Das Therapieprogramm umfasst neun eineinhalb-stündige Gruppensitzungen und dient neben themenspezifischer Informationsvermittlung durch ausgebildetes Fachpersonal vor allem dem interaktiven Austausch und der Hilfestellung untereinander. Folgende Themen werden behandelt:

Uhrzeit: dienstags, jeweils von 14.45 Uhr bis 16.15 Uhr

Ort: Psychiatrische Institutsambulanz, Wrangelstraße 5 (Zugang und Parkplatz sind über die Berliner Straße zu erreichen), 24768 Rendsburg,
(Änderungen werden vor Ort bekannt gegeben)

Stunde

Thema

Worum geht es?

1

Rollenbilder Austausch über Rollenerwartungen und Rollenkonflikte

Rechte und Pflichten als Mutter

2

Kontakt zum Kind Wahrnehmen kindlicher Signale

Selbstreflexion von Bindungserfahrungen

Entwicklungsstufen des Kindes

3

Psychische Erkrankungen während und nach der Schwangerschaft Aufklärung über verschiedene Krankheitsbilder

4

Stressfaktoren Was ist Stress?

Eigene Stressfaktoren erkennen lernen

5

Stressbewältigung und Beruhigungstechniken Beruhigungs- und Entspannungsmethoden für die ganze Familie

 

   

 

   

6

Positive Gefühle wahrnehmen

„Ich tu mir was Gutes!“ 

Aufbau positiver Aktivitäten und hilfreicher Gedanken

 7

Kontakt zum Partner

Erwartungen an den Partner

 Veränderungen in der Beziehung 

Gute Kommunikation erlernen 

Allein erziehend - aber nicht alleine sein!

8

Väterrunde Veränderung der Partnerschaft mit der Geburt des Kindes

9

Krisenmanagement Erstellung eines individuellen Krisennotfallplans


 

Nähere Auskünfte und Terminvergabe erfolgen über unser Sekretariat, Frau Förster:

Tel: 04331 200-8001


Dr. med. Anna Christina Schulz-Du Bois

Dr. med.
Anna Christina Schulz-Du Bois

Chefärztin

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Christine Förster
Sekretariat

Tel 04331 200-8001
Fax 04331 200-8010
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Weitere Informationen

Unser Unternehmensleitbild

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Aktuelle Informationen der gGmbH

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04.10.2018

Kostenlose Schulung für Angehörige zum Umgang mit Demenz

Der Kurs findet vom 24. Oktober - 28. November 2018 an 5 Terminen à 2,5 Stunden, mittwochs von 15:30 - 18:00 Uhr in der Geriatrie der imland Klinik Rendsburg, Lilienstrasse 20-28, statt. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung per Mail unter ursula.wendt@imland.de oder bei Pflege LebensNah unter Tel. 04331 3387161 (Montag - Freitag von 9 - 16 Uhr) erforderlich.
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22.10.2018

imland Klinik Rendsburg: Psychiatrische Familiale Pflege - Gesprächskreise Demenz

Die Klinik für Psychiatrie und Psychosomatik bietet kostenfreie Gesprächskreise für pflegende Angehörige an.
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22.10.2018

imland Klinik Rendsburg - Familiale Pflege Demenz

Die imland Klinik Rendsburg bietet kostenfreie Pflegekurse Demenz für Angehörige an.
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23.10.2018

imland Klinik Rendsburg - Angehörigengruppe „Depression“

Jeden zweiten und vierten Dienstag im Monat trifft sich eine Angehörigengruppe „Depression".
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23.10.2018

imland Klinik Rendsburg – Hebammensprechstunde

Jeden Dienstag von 8:00 - 14:00 Uhr in der gynäkologischen Ambulanz, EG, imland Klinik Rendsburg
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24.10.2018

imland Klinik Rendsburg - Treffpunkt Stillgruppe

Jeden Mittwoch von 09:30 - 11:00 Uhr können sich stillende Mütter mit ihren Kleinen zum Erfahrungsaustausch im Buffetraum der Geburtshilfe im 5. Stock treffen.
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imland Klinik Rendsburg

Lilienstr. 20-28
24768 Rendsburg

Tel. 04331 200-0